Trainer
Kempert, Peter
Auszug aus dem Artikel der OZ vom 27.04.2011:
Peter Kempert kümmert sich um bis zu 30 Fußball-Eleven
Der 52-jährige Buddenhagener ist Autodidakt, hat beim Training in Hohendorf die „Rasselbande“ aber immer im Griff.
Man merkt es den 18 Jungen an, dass sie nach längerer Winterpause wieder im Freien trainieren können: Sie wieseln durcheinander, sind ausgelassen wie lange nicht. Bis Peter Kempert auftaucht, sie zum Aufwärmen formiert und sie daran erinnert, dass zum gemeinsamen Training auch Disziplin gehört. Beeindruckend, wie schnell der 52-Jährige die Rasselbande in den Griff bekommt – es ist nicht zu übersehen, dass der Übungsleiter bei den Jungen Autorität besitzt.
Seit drei Jahren etwa kümmert sich der Buddenhagener Peter Kempert beim SV Hohendorf um insgesamt 30 Jungen – zwischendurch zählten auch schon mal ein paar Mädchen dazu – und begleitet sie bei ihren ersten Fußballschritten. Kompliziert wird die Tätigkeit als Übungsleiter für Kempert nicht zuletzt dadurch, dass das Alter seiner Schützlinge vom sechsten bis zum zwölften Lebensjahr so ziemlich alle dazwischen liegenden Stufen umfasst. Dieses scheinbare Manko aber macht er wett durch sein Einfühlungsvermögen, wobei der fußballerische Autodidakt stets genau zu wissen scheint, wann er die Zügel anziehen muss und wann er sie locker lassen kann.
Natürlich trainieren die Jungen um Kempert nicht nur, sondern einige von ihnen nehmen auch schon am Spielbetrieb teil, und das gemeinsam mit Gleichaltrigen vom VSV Lassan, denn in Hohendorf ist es bislang nicht gelungen, jeweils eine komplette Mannschaft aufzustellen.
Außer dem Training und den Punktspielen für einen Teil der Hohendorfer Fußballjungen, sie kommen übrigens nicht nur aus der Gemeinde selbst, sondern auch aus Wolgast, Zemitz oder Neu Boltenhagen, gibt es nicht zuletzt eine bunte Palette von Veranstaltungen wie Theaterbesuche, Grillfeste oder Weihnachtsfeiern und vieles mehr. „Eigentlich war es ja so gedacht, dass die Kinder einfach nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung haben sollten“, erzählt Kempert. Doch es habe nicht lange gedauert, bis sie sich für den Fußball entschieden hätten. Geblieben vom ursprünglichen Konzept seien eben jene anderen gemeinsamen Erlebnisse, die nicht zuletzt dank zahlreicher Sponsoren aus der Gemeinde möglich seien.
Ganz wunschlos glücklich ist Peter Kempert bei seinem Wirken für die Kinder allerdings nicht: „Die Zahl von 30 Jungen, auch wenn sie nicht alle an einem Trainingsnachmittag da sind, übersteigt langsam mein Leistungsvermögen. Einen weiteren Übungsleiter könnten wir deshalb gut gebrauchen.“ db